Feuerlöscher  - Stadt Witten

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Feuerlöscher

Wo sind Feuerlöscher im Privatbereich sinnvoll?

Welche Typen von Feuerlöscher gibt es? Ist Feuerlöscher gleich Feuerlöscher? Welcher eignet sich für den "Hausgebrauch"? Auf was Sie achten sollten, wenn Sie sich einen Feuerlöscher zulegen wollen und welcher für Sie überhaupt in Frage, kommt lesen Sie hier.

Wenn Entstehungsbrände nicht rechtzeitig erkannt und gelöscht werden, können diese sich schnell ausbreiten. Auch in Wohngebäuden findet sich häufig eine Vielzahl von brennbaren Stoffen, die dem Feuer reichlich Nahrung geben und zu einem vollständigen Wohnungsbrand führen können.
Der rechtzeitige Einsatz von Feuerlöschern entscheidet oft, ob ein Brand zu einem Großbrand wird oder nicht.
Feuerlöscher sind wie Rauchmelder für Häuser und Wohnungen eine sinnvolle Investition. Im gewerblichen Bereich sind Feuerlöscher längst vorgeschrieben.

Optimaler Brandschutz an den richtigen Stellen
Wir empfehlen Ihnen, Feuerlöscher in den nachfolgenden Bereichen vorzuhalten:

Mindestschutz
• Wohnung: In der Diele / im Treppenhaus
• Ölheizung: Im Vorraum

Optionaler Schutz
• Keller: In Gängen und Vorräumen
• Garage
• Im Auto
• Im Wohnmobil
• Im Boot
• Im Ferienhaus
• Im Kleingarten / Gartenhaus

Damit auch kleinere Personen die Löschgeräte ohne Schwierigkeiten aus den Halterungen nehmen können, sollten diese nicht höher als 80 cm (Löscheroberkante) angebracht werden.

Das richtige Löschmittel !

Nicht jedes Löschmittel ist für jedes Feuer geeignet.

Allgemein unterscheidet man die folgenden Brandklassen:
Brandklasse A:  Brände von festen glutbildenden Brennstoffen wie Holz, Papier, Textilien
Brandklasse B:  Brände von brennbaren Flüssigkeiten wie Öl, Benzin, Verdünnungen und flüssig werdender Stoffe.
Brandklasse C:  Gasbrände
Brandklasse D:  Metalle
Brandklasse F:  Brände von Speisefett und Speiseöl

Die Eignung eines Löschgerätes für verschiedene Brandklassen ist auch von der Art des Feuerlöschers, sprich dem darin enthaltenen Löschmittel, abhängig. Man muss ebenfalls beachten, dass ein Löschmittel, welches für eine bestimmte Brandklasse nicht geeignet ist, unter Umständen auch eine Brandausbreitung oder eine Explosion verursachen kann. Deshalb einen Löscher nicht einfach „ausprobieren“, sondern nur einsetzen, wenn man sicher ist, dass er bei einem Brand nicht mehr schadet als nützt.

Funktionsdauer

Die Funktionsdauer wird durch die Zeit der Löschmittelabgabe in Sekunden bestimmt in der das Löschmittel bei voll geöffnetem Austrittsquerschnitt ausgetrieben wird. Die Dauer der Löschmittelabgabe ist von der Füllmenge abhängig. Meist wird die Dauer der Löschmittelabgabe überschätzt. Ein Standardlöscher mit 6 kg Löschmittelvorrat ist nach etwa 9 Sekunden leer.
 
Wasserlöscher

Wasserlöscher sind grundsätzlich nur für Brandklasse A, also feste Stoffe, geeignet. Die Wirkung eines Wasserlöschers beruht auf der Zerstäubung des Wassers durch sehr hohen Druck. Es entsteht ein Wassernebel, welcher aufgrund seiner sehr großen Öberfläche dem Feuer schnell die Energie entzieht und es damit zum Erlöschen bringt.
Gefahrenhinweise/Einsatzbeschränkungen
Größte Vorsicht ist bei Fettbränden geboten. Hier darf nie Wasser zum Löschen eingesetzt werden. Dies würde zu einer Fettexplosion führen, welche verheerende Folgen haben kann. Auch bei brennenden Metallen oder Flüssigkeiten sorgt Wasser meist für eine Ausbreitung des Brandes, statt für eine Eindämmung. Bei Bränden in elektrischen Anlagen können Wasserlöscher unter der Beachtung eines Mindestabstandes von 1 Meter gefahrlos bis 1000 V eingesetzt werden. 

Schaumlöscher

Wie der Name schon sagt, wird bei dieser Art von Feuerlöscher Schaum als Löschmittel eingesetzt. Der freigesetzte Schaum legt sich auf den Brandherd, erstickt ihn und verhindert ein erneutes Aufflammen. Schaumlöscher sind für die Brandklassen A und B geeignet. Für Gase sind Sie unwirksam und bei Metallen und Fetten ist ebenfalls Vorsicht geboten. Ein großer Vorteil von Schaumlöschern ist, dass sie das Umfeld des Brandes nicht durch Verschmutzung in Mitleidenschaft ziehen, wie es beispielsweise bei Pulverlöschern der Fall ist. Gerade elektronische Geräte werden dadurch geschont. Schaumlöscher sind daher in Büros und an Arbeitsplätzen mit viel Technik weit verbreitet.
 
Pulverlöscher

Pulverlöscher sind in der Regel für die Klassen A, B, und C geeignet und an der Aufschrift „ABC-Pulver“ erkennbar. Das enthaltene Pulver ist ein sehr feines Salzgemisch, welches das Feuer erstickt. Nachteilig bei diesen Feuerlöschern ist, dass sich das weiße Pulver im ganzen Raum oder Gebäudeteilen verteilt und diese so „verschmutzt“. Nach dem Einsatz eines Pulverlöschers stehen also immer Reinigungsarbeiten an. Außerdem kann das Salzpulver bei elektrischen Geräten zu Korrosion führen. Vorteilhaft ist bei diesem Typ allerdings die universelle Einsetzbarkeit für viele Brandarten und die schlagkräftige Löschwirkung.

Kohlendioxidlöscher

Diese Feuerlöscher stoßen zum Löschen nichtbrennbares CO2-Gas aus, welches den Sauerstoff in der Raumluft verdrängt und dem Feuer so die „Nahrung“ entzieht. Der Brand erstickt. Es bleiben weder Rückstände zurück noch werden technischen Geräte beschädigt. Diese Löscher eignen sich besonders für Flüssigkeitsbrände sowie für elektrische Anlagen.
Gefahrenhinweise/Einsatzbeschränkungen
Kohlendioxid ist elektrisch nicht leitend und hinterlässt keine Rückstände. Die Anwendung ist bei unter Spannung stehenden Anlagen unbedenklich. Kohlendioxid ist schwerer als Luft und wirkt ab 5 % Volumenanteilen gesundheitsgefährdend, sowie ab 8 % toxisch. Vorsicht bei Verwendung in engen, schlecht belüfteten Räumen. Lebensgefahr! Gefahrenhinweise auf den Löschgeräten beachten. In Außenanlagen ist die Wirkung begrenzt, weil sich Kohlendioxid verflüchtigt.

Fettbrandlöscher

Speziell für das sichere Löschen von brennendem Speiseölen und -fetten wurden Fettbrandlöscher entwickelt. Für gewerbliche Küchen sind solche Spezial-Löscher sogar vorgeschrieben.

Feuerlöscher Spray

Das relativ neue Feuerlöscher – Spray ist vielseitig einsetzbar in allen unspezifischen Brandfällen wie im Haushalt, im Büro, in der Werkstatt, im Auto, im Wohnmobil, beim Camping als auch in den Küchen und beim Grillen. Es deckt dabei alle wesentlichen Brandklassen (A / B / F) in normalen Haushalten und Gefahrensituationen ab.
Die Löschmitteldosen sind auch für Laien sehr leicht zu handhaben und zur direkten Nutzung ohne Vorbereitung konzipiert. Der handliche Löscher kann überall griffbereit gelagert werden. Er löscht feste und flüssige Stoffe sowie Elektrogeräte bis zu einer gewissen Spannung.
Fette und Öle sind an Bränden in Küche und Gastronomie fast immer beteiligt. Wenn sie zu stark erhitzt werden, erreichen sie ihren Selbstentzündungspunkt. Pfannen, Friteusen, etc. können ganz plötzlich in Flammen stehen. Da wasserbasierende Löschmittel nicht zum Löschen von Fettbränden geeignet sind, wurden spezielle Fettlöschsprays für Küche, Grill und Gastronomie entwickelt. Diese Fettlöscher – Sprays enthalten Speziallöschmittel für Brände von Speisefetten und Ölen, löschen aber auch Brände anderer Brandklassen.

Löschdecken

Löschdecken werden hergestellt aus flammhemmend behandelter Wolle, aus Glasfasergewebe, Nomex und weiteren speziellen feuerfesten Kunstfasern. In der Vergangenheit kam in Löschdecken sehr oft das heute als stark krebserregend bekannte Asbest zur Anwendung.
Die Löschdecke sollte als Löschmittel bei Entstehungsbränden genutzt werden. Nach neueren Erkenntnissen, die vor allem unter betrieblichen Bedingungen, wie in Restaurants, Imbissen und Bäckerei gemacht wurden, sind Löschdecken zum Löschen von Fettbränden (angesichts größerer Mengen Öl- und Speisefett z.B. in den Geräten) nur eingeschränkt geeignet.

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