24-Stunden Übung  - Stadt Witten

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24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr Witten – Gruppe Heven

Am 28. und 29. September 2019 fand die diesjährige 24-Stunden-Übung der Jugendgruppe Heven statt. Im Rahmen dieser Übung hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, den Berufsalltag einer Berufsfeuerwehr kennenzulernen und realitätsnähere Übungen als auf den sonstigen Übungen absolvieren zu dürfen.

Insgesamt 18 Jugendliche im Alter von 10-17 Jahren nahmen teil und absolvierten gemeinsam 6 verschiedene Einsatzszenarien. Alarmiert wurden sie -wie im realen Einsatzfall- durch einen Gong mit Lautsprecherdurchsage. 

Bei dem ersten Einsatz handelte es sich um einen Zimmerbrand; es wurden mehrere Menschen vermisst. Die Jugendlichen mussten im Rauch (unschädlicher Nebel) nach den Vermissten suchen, diese retten und zudem das simulierte Feuer bekämpfen. Mit Hilfe einer Nebelmaschine sowie Dummies (menschengroße Puppen) und Darstellern wurde der Einsatz sehr realistisch dargestellt.

Der Einsatz wurde direkt im Anschluss besprochen, damit alle voneinander lernen können und wissen, welche Aufgaben die einzelnen Trupps der unterschiedlichen Fahrzeuge wahrgenommen haben. Zudem bekamen wir während des Einsatzes Besuch von Herrn Horst Böth als Repräsentant der Leitung der Feuerwehr Witten, welcher uns anerkennende Worte für den abgearbeiteten Einsatz sowie uns viel Spaß und Erfolg für die bestimmt folgenden Einsätze zu kommen lassen hat.

Gegen Mittag haben wir uns mit einer leckeren Erbsensuppe gestärkt.

Am Nachmittag ging es zur Pestalozzischule, wo Kinder auf den Dächern und Bäumen gespielt haben und nicht ohne Hilfe herunterkamen. Hierfür wurden mehrere Leitern in Stellung gebracht, um die Kinder sicher zu retten. 

Aus dem laufenden Einsatz wurde ein Fahrzeug zur „klassischen“ Tragehilfe für den Rettungsdienst alarmiert, so dass wir parallel tätig werden mussten.

Am Nachmittag fand eine Gemeinschaftsübung mit der Jugendfeuerwehr Bommern auf dem THW Gelände in Wetter statt. Dort galt es nicht nur eine brennende Mülltonne zu löschen, sondern auch im verqualmten Hangar (unschädlicher Nebel) nach vermissten Personen zu suchen. Im Anschluss an der Übung stellte das THW Wetter seine Fahrzeuge und Aufgaben vor, so dass die „Nachwuchsretter“ bereits in jungen Jahren eine andere Hilfsorganisation und dessen Möglichkeiten kennen lernen durften.

Im Anschluss an diesen aufregenden Einsatz ging es zur Stärkung zurück zur Wache, wo gemeinsam Burger gegrillt wurden.

Nach kurzer Erholungspause wurde am späten Abend zu einer Firma im Wullner Feld alarmiert. Dort war es nach einem Brand zu einem Unfall mit einem Bagger, welcher von dem Besitzer vor dem Feuer in Sicherheit gebracht werden sollte, gekommen. Zusätzlich waren zwei Kinder als vermisst gemeldet und die einsetzende Dunkelheit stellte die Einsatzkräfte vor einer weiteren Herausforderung. Somit musste sich nach der Erkundung und Beurteilung um die Menschenrettung (eingeklemmte Person unter dem Bagger), Brandbekämpfung, Vermisstensuche und Aufbau einer Beleuchtung, gekümmert werden. Nach einer guten Stunde war der Einsatz erfolgreich abgearbeitet.

Nun konnte die Wachabteilung in ihr wohlverdientes Bett gehen und ein wenig schlafen. Doch auch in der Nacht blieb sie nicht von Einsätzen verschont und musste brennenden Unrat auf einem Parkplatz löschen und parallel ein (Stoff-)Tier aus einem Baum retten.

Danach verlief die Nacht jedoch ruhig und erst am frühen Morgen wurde die Wachabteilung durch den Gong mit der Lautsprecherdurchsage „Alarm für die Jugendfeuerwehr Heven – Verkehrsunfall – BAB 43 – Fahrrichtung Wuppertal – Mehrere Fahrzeuge beteiligt“. Nach weiträumigen Abfahren der gemeldeten Einsatzstelle stellte sich dies glücklicherweise als Falschmeldung heraus und somit rückten alle Fahrzeuge einsatzbereit wieder ein.

Im Anschluss wurde noch gemeinsam gefrühstückt und alles zurück gebaut, so dass alle Jugendlichen und Betreuer wohlbehalten aus dem aufregenden und einsatzreichen 24-Stunden Dienst verabschiedet werden konnten.
 

24 Stundenübung der Jugendgruppen Schnee und Rüdinghausen

Die Jugendfeuerwehren Rüdinghausen und Schnee haben vom 07.09. auf den 08.09. gemeinsam eine 24 Stundenübung gemacht.  Die Jugendlichen lernten den Alltag der Berufsfeuerwehr kennen und absolvierten in den 24 Stunden insgesamt 5 Einsätze.

Bei dem ersten Einsatz handelte es sich um einen Verkehrsunfall. Der Fahrer war bewusstlos und eine weitere Person wurde vermisst. Die Jugendlichen retteten die Person aus dem Auto, suchten die zweite Person und streuten  eine Ölspur ab.

Der zweite Einsatz führte die Jugendlichen zu einem Spotplatz. In dem Vereinsheim ist ein Feuer ausgebrochen und eine Person rettete sich auf einen nahe gelegenen Container. Ein Teil der Jugendlichen übernahm den Löschangriff. Die Anderen retteten die verletzte Person über eine Leiter von dem Container.

Am Nachmittag fuhren alle zusammen zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage an der Polizeiwache in Witten. Dort bekamen die Jugendlichen eine Führung durch die Wache.

Anschließend ging es zurück zur Wache und alle konnten sich beim Grillen stärken. Danach ging es zu einem Brand in einer Kleingartenanlage. Jugendliche haben ein Lagerfeuer gemacht, dass außer Kontrolle geraten war. Nach etwa einer Stunde war der Brand dann gelöscht.

Dann hieß es ab ins Bett, um sich vor dem nächsten Einsatz etwas auszuruhen. Die Nacht verlief ruhig und ohne Einsätze.

Am nächsten Morgen ging der Melder. Die Jugendlichen vom Schnee wurden erneut zu einer Brandmeldeanlage gerufen. Die Alarmfahrt wurde bereits auf der Anfahrt abgebrochen. Danach ging es nach Rüdinghausen zum Frühstücken.

Nach dem Frühstück kam auch schon der nächste Einsatz. In einem Getränkehandel hat es eine Explosion gegeben. Drei Mitarbeiter des Getränkehandels wurden vermisst. Es wurde ein Löschangriff aufgebaut und mehrere Trupps gingen in den Getränkemarkt, um die vermissten Personen zu suchen. Die Verletzten wurden gerettet und vom Deutschen Roten Kreuz in einem Rettungswagen versorgt.

Damit ging für die Jugendlichen eine spannende 24 Stundenübung zu Ende.

(Text und Bild: Janine Redeker)

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